Das Fell der Rexkaninchen ist mit einer Länge von 17 bis 20 mm deutlich kürzer als das der Normalhaarkaninchen.
Die Haare stehen senkrecht vom Körper weg; die Grannenhaare, die in gleicher Zahl wie beim Normalhaarkaninchen vorhanden sind,
überragen im Gegensatz zum Normalhaarkaninchen die Unterwolle nicht oder nur wenig.
Durch das kurze Haar bekommt das Fell der Rexkaninchen eine samtartige Struktur, die an ein Maulwurfsfell erinnert.
Da sich bei allen Rexrassen mit Wildfarbigkeitsfaktor die Farbzonen des Haares entsprechend verkürzen,
wirkt die Farbe häufig anders als bei den Normalhaarrassen; insbesondere die durch die Grannenhaare bestimmte
flockige Deckfarbe erscheint eher als gleichmäßiger, dunkler Schleier.
Die ersten Rexkaninchen wurden 1919 von dem französischen Bauern Caillon in Coulonge Departement Sartre
in zwei aufeinander folgenden Würfen von Schlachtkaninchen gefunden (Sandford schreibt von einer normalen grauen Häsin,
was mit der Wildfarbigkeit des Castor-Rex gut übereinstimmt). Caillon zeigte die Tiere dem ebenfalls
Kaninchen haltenden Dorfpfarrer Gillet, der die Tiere, einen Rammler und eine Häsin übernahm
(Nach Sandford erhielt Gillet Nachzuchttiere der ursprünglichen beiden Tiere).
Die Nachkommenschaft dieser Tiere bestand wiederum nur aus kurzhaarigen Kaninchen,
allerdings war die Sterblichkeit sehr hoch, so dass Gillet normalhaarige Tiere einkreuzen musste.
Sandford berichtet davon, dass die Länge des Grannenhaars in den ersten Generationen noch stark variierte neben Tieren,
deren Grannenhaar die Unterwolle kaum überragte, gab es solche, deren Grannenhaar fast die normalhaariger Kaninchen erreichte.